Publizierte Kritik aus den eigenen Reihen gibt es bislang nur von Professor Dr.-Ing.Frank-Müller Römer [4] Wikipedia, der erst im Ruhestand begann Ägyptologie zu studieren und sein Studium 2008 mit der Promotion (Dr. phil.) mit einer Arbeit zum Pyramidenbau im Alten Ägypten [5 ] Pyramidenbau mit Rampen und Seilwinden – ein Beitrag zur Bautechnik im Alten Reich abschloss.

Auf Seite 137f. schreibt er:

M-R: [...] Eine Bewertung führt zu folgender Feststellung:
Nachdem über die Bauweise der inneren Pyramidenstruktur keine Aussage getroffen wird, gehen Klemm und Klemm wahrscheinlich von einer schichtweisen Steinverlegung aus, die – wie bereits an anderer Stelle mehrfach erwähnt
(S. 74 ff. Anmerkung Simon) – archäologisch jedoch nicht nachweisbar ist.

Zwar sind die von M-R gemachten Beobachtungen durchaus vorhanden, jedoch ist dies entgegen seiner Darstellung kaum ein endgültiger Beleg für einen Stufenkern. Ebenso wäre aufgrund des Befundes denkbar, dass man innerhalb der großflächigen Steinschichten verschieden hohe Steine/Steinflächen eingesetzt hat, um durch eine zusätzliche, vertikale Verzahnung, eine höhere Stabilität zu erreichen. Oder, diese Bauweise ist schlicht und ergreifend eine Anpassung an den Felskern in der Pyramide, über dessen tatsächliche Struktur keinerlei Erkenntnisse vorliegen.

M&R halten es zwar auch für möglich, dass ein Stufenkern im Baukörper integriert sein könnte, weisen aber ausdrücklich darauf hin, das in diesem Fall die Steine die diesen umschließen, nicht von denen des eigentlichen Kerns unterscheidbar sind und dass die Front der Stufen dann in geringfügig zurückspringenden Schichten verlegt ist - ein Befund, der sich an keiner anderen Pyramide bestätigen lässt.

[...] It is possible, that the nucleus was made in steps [...], but in this case we must admit, that the masonry filling is undistinguishable from the masonry of the true nucleus and that the front of the steps is made in slightly retreating courses. [6] Maragioglio & Rinaldi IV, La Grande Piramide di Cheope, S. 16

 

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