Ägypter der Antike in Australien?
Erhielt Australien frühen ägyptischen Besuch?
100 Meilen nördlich von Sidney, im Wald des Nationalparks von Hunter Valley wurde eine Hieroglyphen-Inschrift entdeckt, welche einen Bericht des Djes-eb darstellt, der kein geringerer gewesen sein soll als der Sohn des damaligen Königs Djedefre, und somit der Enkel des Chufu. Die Entdeckung ist eher dubios, angeblich wurde schon im 19-ten Jahrhundert darüber berichtet. In den 50-er Jahren soll es ein Kultplatz einiger Familien gewesen sein, doch schließlich geriet er wieder in Vergessenheit, bis ein Mann seinen entlaufenen Hund suchte und dabei auf diese Petroglyphen stieß. Etwa 250 Hieroglyphen zieren die Felswände, in einer Art Höhle. Ein Bildnis des Anubis deutet unmissverständlich an, dass hier ein ägyptischer Totenkult betrieben wurde.
Die Klassifizierung war schwierig, denn bei den Zeichen handelt es sich offenbar um eine sehr ursprüngliche Schreibweise. Die ägyptische Sprache wird in verschiedene Entwicklungsstadien eingeteilt, da sind erst einmal die frühesten Inschriften, welche aber kaum einen zusammenhängenden Text bildeten, sondern lediglich Beschreibungen waren. Der australische Text war altägyptisch, mit der Schrift und Sprache des alten Reiches verfasst. Diese Sprache ist schwierig zu lesen, die meisten Übersetzungswerke sind auf das Mittelägyptische ausgerichtet, welches im mittleren Reich geschrieben wurde. Das Mittelägyptische zeichnet sich durch literarischen Reichtum aus und wurde auch noch im neuen Reich verwendet, obwohl man damals schon neuägyptisch sprach. Es wurde also, wie in Akkadien das alte sumerische
und im mittelalterlichen Europa das lateinische, als Literatursprache weiter verwendet.
Der Text soll sich um eine gestrandete Expedition handeln. Als Übersetzung wird angegeben:
"Während zwei Jahreszeiten (das sind 8 Monate) ging er westwärts, müde, aber stark bis zum Ende.
Immer betend, freudvoll und Insekten schlagend. Er, der Diener des Gottes, sagte, Gott brachte die Insekten, Er umrundete Hügel und Wüsten, bei Wind und Regen, ohne Pigmente in der Hand, Er wurde getötet, während er die goldene Falken Standarte ins fremde Land trug, Berge überquerte und Wüsten und Wasser entlang des Weges, Er, der zuvor starb, wurde hier hingelegt zu bleiben. Möge Er ewig leben. Er wird nie wieder bei den Wassern der geheiligten MER (Pyramide) stehen. Es gab einen Graben um die Pyramide, genannt Wasser der Pyramide".
Die zweite Wand, welche stark erodiert ist, verdeutlicht die Tragödie weiter:
"Die Schlange biss zweimal, diese Untertanen des göttlichen Herrn Chufu, dem Mächtigen von Unterägypten, Herr der beiden Äxte, nicht alle sollten zurückkehren.Wir müssen vorwärts gehen und nicht zurück schauen. All die Bäche und Flussbette sind trocken. Unser Schiff ist beschädigt und mit Seilen verankert. Der Tod wurde durch die Schlange verursacht. Wir gaben Eidotter aus der Medizintruhe und beteten zu Amun, dem Verborgenen, für den er zweimal geschlagen war. Wir umgaben den Seiteneingang der Grabkammer rundum mit Steinen. Wir richteten die Grabkammer nach den westlichen Himmeln aus".
Wie gesagt, waren die Zeichen stark verwittert, und bei ihrer Entdeckung sollen sie mit dichtem Grün überwachsen gewesen sein. All dies suggeriert uns ein hohes Alter. Als weitere Bestätigung sehen die Anhänger australischer Missionen Ägyptens die Fertigkeiten des Schiffbaues, welche durch die Entdeckung von Chufus Sonnenbarke ausgedrückt wird.
Welche Pyramide war das, welche der Bericht erwähnte. Ist damit die Gympie-Pyramide gemeint? Diese wurde 1850 von den ersten weißen Männern in diesem Gebiet (im Süden von Queensland) entdeckt. Sie soll aus Granitsteinen bestehen und weist eine Höhe von ca. 30 Metern auf.
In dieser Gegend findet sich ein terrassierter Hügel von etwa 30 Meter Höhe, der aus einzelnen, etwa 4 Fuß hohen und 8 Fuß breiten Terrassen besteht, die aus Steinklumpen gefertigt sind. Eine weitere Pyramide der selben Machart und Größe wie in Gympie soll in New South Wales stehen. Daneben gibt es Gerüchte über die Abtragung einer Pyramide in Australien, und es wird befürchtet, dass es sich um die Gympie-Pyramide handeln könnte. Es wird nur gesagt, dass sie sich seit längerem in einer militärischen Zone befinde. Weitere Pyramiden sollen sich an anderen Orten der Ostküste, aber auch in Neuguinea und in Neuseeland, befinden.
1966 wurde eine Statue ausgegraben, welche einen Pavian darstellt. Aufgrund der Nähe zur Pyramide wurde vermutet, dass es sich um eine Darstellung von Thot handeln könnte, wie sie zum alten Reich passt. Erst später setzte sich die Darstellung als Ibis durch.
Weitere Funde wurden gemacht, hieroglyphische Zeichen, Figuren, Mumien sowie Skarabäen. Des Weiteren zählen die Anhänger australischer Besuche des alten Ägypten auch entsprechende Legenden der Aboriginals auf, welche bis hin zur Beeinflussung der Sprache geführt haben sollen. So wollen einige in Aboriginal-Sprachen ägyptische
Wörter erkennen. Eine gemeinsame Abstammung kann ausgeschlossen werden.
Nach Luigi Cavalli-Sforza spalteten sich die Zweige, aus denen sich Australier und andererseits die kaukasischen Völker bildeten, sehr früh voneinander. Nur die genetische Distanz zu afrikanischen Völkern scheint noch größer zu sein. Aus der Sprachschematik von Merritt Ruhlen geht außerdem hervor, dass das australische eine ganz eigene Sprachfamilie bildet, welche in keinem Zusammenhang zu den afroasiatischen Sprachen steht, zu welchen das altägyptische auch zählt. Ruhlen erkennt drei primäre Gründe für sprachliche Ähnlichkeit. Als erstes die Konvergenz, also das wieder annähern bereits voneinander entfernter Worte, was er aber für unwahrscheinlich hält. Ein weiterer Grund sei Entlehnung, welche er als leicht erkennbar betrachtet, und schließlich der gemeinsame Ursprung. Ruhlens Thesen sind umstritten, seine Methode der vergleichenden Sprachanalyse gefällt insbesondere eingefleischten Indogermanisten nicht, welche daran glauben, dass eine Ursprache nur durch Rekonstruktion wieder belebt werden kann. Aus diesem Lager kommt auch der vierte Punkt für
Sprachähnlichkeit, nämlich der Zufall. Das klingt fürs erste weit hergeholt, doch konnte dieser Zufall in vielen Beispielen bestätigt werden.
Die Aboriginal-Kultur entwickelte keine Schrift. Dennoch wurde bei Wondjina-Darstellungen eine Schrift im "Heiligenschein" entdeckt. Diese kann
möglicherweise auf hieratische Zeichen zurückgeführt werden, welche nichts anderes als "Wondjina" bedeuten.
Wer das ägyptische Museum in Kairo besucht, der wird natürlich auch nicht darum herum kommen, die Schätze des Tutanchamun zu bewundern. Schätzungsweise 30'000 Objekte wurden im Grab gefunden und katalogisiert, eine schöne Auswahl davon ist im Museum ausgestellt. Neben den Sargkästen, dem goldenen Sarg und der Totenmaske sind auch verschiedene Gegenstände dabei, welche dem König im Totenreich dienlich sein sollten. Nahe dem berühmten Thron, in welchem die Tutanchaton-Kartusche zu finden ist, sind an der Wand die Bumerangs des Tutnachamun aufbewahrt. Diese sollen in einer hölzernen Kiste aufbewahrt worden sein.
Bisher geht man davon aus, dass außerhalb Australiens keine Bumerangs entwickelt worden waren. Wenn auch oftmals das Gegenteil behauptet wurde, so handelt es sich bei den entsprechenden Funden aus der Steinzeit um Wurfstöcke. Solche sind auch bei den heutigen Aboriginals im Einsatz und dienen im Gegensatz zum Bumerang als Jagdwaffe, und werden Kylie genannt. Die Aboriginals, welche vom Rest der Welt isoliert waren, entwickelten daraus einen Rückkehrer, ein Wurfholz also, das wieder an den Ausgangspunkt zurückkehrte. Der heutige Name geht angeblich auf das Aboriginal-Wort Bou-ma-rang zurück, was von Boomeri abgeleitet wird, dem Wort für Wind.
Über die Anwendung der Wurfstöcke in Ägypten schrieb die NZZ am 7.11.1972: "waren noch bis Anfang dieses Jahrhunderts Divisionen der ägyptischen Armee mit Kriegsbumerangs ausgerüstet; das Schwirren von Hunderten der schweren Bumerangs, die leicht einen Menschen töten konnten, soll recht demoralisierend gewirkt haben.". Die Ägypten-Expertin Frau Professor Dr. E. Brunner-Traut sagt aber dazu: "In Ägypten gab es niemals einen Bumerang, das spukt nur noch in der veralteten Literatur. Was als Bumerang angesehen wurde, ist ein Wurfholz, dass in vorgeschichtlicher Zeit (5. und 4. Jahrtausend) als Waffe verwendet wurde, in geschichtlicher
Zeit (also ab 3000 v. Chr.) nur noch bei der sportlichen Jagd auf Vögel. Diese Jagd ist häufig dargestellt, besonders in Gräbern der 18. Dynastie, aber auch schon 1000 Jahre früher. Das Wurfholz ist ein gekrümmtes Holz, mit dem man nach Vögeln wirft und versucht, ihren Hals zu treffen, so dass er abknickt. Das Holz fällt dann zu
Boden.". Die Wurfstöcke sind auch als Hieroglyphen T14 und T15 erhalten geblieben. Als solche dienen sie einerseits als Determinativ für Wurfholz (amaAt), werfen (qmA) und ausländisches Volk oder Nubier (nxsj). Daneben dienten sie als Abkürzung für Lybien(Txnw) und Nubier (nxsj).
In Australien hingegen war der Bumerang schon vor Jahrtausenden in Gebrauch, war wohl aber mehr ein Sportgerät als Waffe. Als Waffen dienen ansonsten noch heute jene des allgemein beka nnten steinzeitlichen Arsenals, wie Speer, Keule,Wurfholz und Speerschleuder. Die Speerschleuder geriet bei uns nach der Erfindung von Pfeil und Bogen in Vergessenheit.Was ist nun aber mit den Bumerangs von Tutanchamun? Eine Rekonstruktion eines solchen, an beiden Enden mit Gold überzogenen Gerätes erwiessich tatsächlich als Rückkehrer.
In der Nähe von Cairns, Queensland wurde 1909 eine ptolemäische Münze gefunden, welche aus der Zeit von Ptolemäus IV. (221-203 v. Chr.) stammte. Hat sie ein Sammler dort verloren, oder handelt es sich um ein weiteres Indiz für eine lange Beziehung zwischen Ägypten und dem Südkontinent? Erst mit den Griechen kam auch die Münztradition nach Ägypten, bis anhin basierte die Wirtschaft auf Getreide, Kupfer und Dienstleistungsscheinen. Mit der Verpflichtung griechischer Söldner zur Saitenzeit fasste das monetäre System Fuss, diente allerdings lediglich zur Bezahlung der griechischen Truppen. Erst unter den Ptolemäern setzte sich der Gebrauch von Münzen allmählich durch.
Auffällig ist, dass sich die meisten Funde an der Ostküste befinden. Dies wirkt auf den ersten Blick eher absurd, denn wie wir aus der Entdeckungsgeschichte wissen, wurde diese zuletzt angesteuert, da sie vom Westen her nur schwer zugänglich war. Im Norden muss man mit den Schiffen durch die Torres- oder die Endeavour-Straße fahren. Ein grossteil der Ostküste wird vom Great Barrier Riff abgeriegelt, was es auch späteren Expeditionen nicht leicht machte. Aus dem Bericht wird ja ersichtlich, dass das Schiff Schaden genommen hatte. War es auf ein Riff aufgelaufen? Kam das Schiff aus westlicher Richtung, womöglich sogar von Südamerika her?Die zeitliche Einteilung der ägyptischen Artefakte zeigt, dass offenbar während der gesamten ägyptischen Geschichte immer wieder Schiffe Australien ansteuerten.
Das mag sehr widersprüchlich klingen, denn einerseits waren die Ägypter nie ein großes Seefahrer-Volk. Noch der Saiten-König Necho beauftragte für die Erforschung Afrikas phönizische Seeleute. Auch war ihnen das Wadj-Ur, das grosse Grüne, wie sie das Mittelmeer nannten, verhasst. Insbesondere die Seekriegsführung war nicht ihre Sache. Andererseits wurden schon während des alten Reiches respektable Expeditionen unternommen, unter anderem nach Punt. Dieses wird von verschiedenen Forschern irgendwo zwischen Zimbabwe und Somalia lokalisiert.
Doch wenn sie in Australien gewesen wären, wieso findet man keine Hinweise dazu in Ägypten? In den Kairo Times stand 1982 angeblich, dass im
Fayoum Skelette von Kängurus und anderen Beuteltieren ausgegraben wurden. Fayoum ist ja bekannt als Fundstätte des Oligozän, berühmt wurden Tiere wie Moeritherium, Arsinoetherium, Basilosaurus und natürlich der Ägyptopithecus. Nun gab es in Afrika sowie Asien nach bisher gängiger Meinung aber nie Beuteltiere, da diese ursprünglich
in Nordamerika entstanden. Für einige Zeit konnten sie sich in Europa halten, jedoch wurden sie bald von den plazentalen Säugern verdrängt. Nur in Südamerika und Australien überlebten einige Arten.
Nach einer anderen Quelle wurden 1984 von Bown und Simons in Fayoum die erste Entdeckung fossiler Überreste von Beuteltieren in Afrika bekannt gegeben. Zum gleichen Thema publizierte 1983 ein gewisser Mahboubi, sodass die Entdeckung durchaus im Jahre 1982 stattgefunden haben könnte. Damit dürfte es sich bei dem in verschiedenen Seiten angegebenen Sensationsbericht wirklich um einen Sensationsfund gehandelt haben, jedoch nicht aus anthropologischer,
sondern paläontologischer Sicht. Auf jeden Fall scheint es sich definitiv um Fossilien zu handeln, also gibt es hier keinen Hinweis auf Importe australischer Tiere nach
Ägypten. Auch wird mehr von Beutelratten gesprochen. Die europäischen Beuteltiere sollen aber nicht mit der afrikanischen Linie verwandt sein, sondern näher zu den südamerikanischen Opossums stehen.
Kann es sein, dass vielleicht gewisse mystische Geschöpfe Beuteltiere darstellen? In gewisser Weise ähnelt das Seth-Tier heutigen Kängurus, oder im speziellen, was auch
den Schwanz betrifft, einem Beutelwolf. Nach Ansicht der Ägyptologen handelt es sich aber wohl eher um die Verballhornung eines Wildesels, jedoch waren auch schon hundeartige Tiere, aber auch das Erdferkel in Diskussion. Die Rückführung auf ein Beuteltier wird auch dadurch problematisch, dass der Seth-Kult in eine sehr frühe
Zeit zurückdatiert werden kann. Allerdings waren die Ägypter schon in prädynastischer Zeit für aufwendige Handelsexpeditionen bekannt.
| Seth, Gott der Wüste | Afrikanisches Erdferkel-das Seth-Tier? |
| Seth, Gott der Wüste | Afrikanisches Erdferkel-das Seth-Tier? |
Wie sind nun diese merkwürdigen Funde zu deuten? Für Skeptiker ist natürlich offensichtlich, dass es sich um gezielte Fälschungen handelt. Sie sehen darin den Ausdruck eines geschichtlichen Defizits, welches Länder mit fehlender Vergangenheit befällt. Vergleichbar damit ist die Sehnsucht der Brasilianer, im Amazonasgebiet verschollene Städte zu finden. Die offizielle Geschichtsschreibung beginnt mit der Landung Cabrals und ist eine reine Kolonialgeschichte.
Im Falle der USA hat der geschichtliche Komplex zu grotesken Auswüchsen geführt, wie dem Abbau europäischer Schlösser, um sie in Amerika Stein für Stein wieder aufzubauen.
Australiens Geschichte ist in erster Linie ebenfalls eine Kolonialgeschichte. Als erste erschienen die Malaysier, welche einfachen Tauschhandel betrieben. Nur kurz darauf erkundeten verschiedene Holländer die australische Westküste, welche sie Neuholland nannten. Namen wie Tasman und schließlich Cook sind untrennbar mit der Geschichte Australiens verbunden. Allerdings gibt es auch Hinweise, dass bereits die Portugiesen im frühen 15-ten Jahrhundert über Australien Bescheid wussten, auf jeden Fall weist die Dieppe-Karte in diese Richtung. Eine von Pierre Descellier 1546 gezeichnete Karte sieht folgendermaßen aus:
Zu deutlich sind die Küstenlinien Australiens zu erkennen, als dass man einen Zufall geltend machen könnte, wie es dann bei den späteren Mercator-Karten der Fall war. Zu dieser Zeit waren die Franzosen berühmt für die hohe Qualität ihrer Kartographie. Australien ist hier noch mit dem legendären Kontinent Terra Australis Incognita verbunden. Dieser Kontinent fließt erstmals bei Pomponius Mela und Petrus Bertius um etwa 40 n. Chr. in die Kartographie ein und behielt seinen Platz bis ins 18-te Jahrhundert.
Ursprünglich hieß der Kontinent Antichtones, was etwa Gegenerdler bedeutet. Crate von Mallos konstruierte zwischen 180 und 150 v. Chr. einen Globus, auf dem dieser Kontinent als Antoikoi erscheint. An der Stelle von Südamerika erscheint der Kontinent Antipodes, und dort, wo Nordamerika liegt, Perioikoi. Allerdings kann es auch durchaus sein, dass das symmetrische Weltbild der Griechen dieser Kontinente bedurfte. Schließlich aber setzte sich nur der Südkontinent durch.
Die Nähe zu Indonesien lässt es unwahrscheinlich erscheinen, dass dieser Kontinent so lange in Isolation existierte. Die Geschichte Australiens muss heute deutlich zurückdatiert werden, bis 60'000 v. Chr. oder gar zuvor scheinen sich nach neuen paläoanthropologischen Ergebnissen Menschen in Australien angesiedelt zu haben. Es handelte sich dabei bereits um Homo Sapiens. Das ist erstaunlich, denn gerade im nahe gelegenen Java wurden Fossilien des Homo Erectus gefunden, welche sich bis um 39'000 v. Chr. datieren lassen. Es ist also nicht auszuschließen, dass sich auf dem Weg diese Menschenarten begegneten.
Die Mythologie der Aboriginals nennt die Zeit, bevor Menschen den Kontinent betraten, die Traumzeit. Noch heute führen sie totemistische Rituale durch, mit denen sie in
die Traumzeit eintreten können. Auch ist die Karte Australiens übersäht mit so genannten Traumpfaden, rituellen Wegen, von denen sich viele beim Uluru treffen. In der Traumzeit sollen mächtige Wesen wie die Regenbogenschlange und die Wondjinas über das Land gezogen sein. In Gebirgen, Flussläufen, eigentlich in allen Landschaftsformen
erkennen die Aboriginals die Spuren dieser Ahnen. Darin liegt auch die Begründung, dass ihnen die Landschaft heilig ist und nicht verändert werden kann. Heute sind viele heilige Zonen geschützt, zum Ärgernis europäischer und asiatischer Geschäftsleute, welche nach den Bodenschätzen gieren.
Und nun kommen Artefakte hinzu, welche gar nicht zu der Kultur passen. So wurden chinesische Statuen gefunden, was auf frühe Siedlungsbemühungen hinweist. Aber insbesondere die altägyptischen Funde sind Grund für eine heftige Kontroverse. War es den Ägyptern wirklich möglich, Australien zu erreichen, und wenn ja, was wollten sie dort? Bauten Schwindler bewusst eine Pyramide, verbreiteten Gerüchte, dass ägyptische Artefakte gefunden wurden, meisselten Hieroglyphentexte in Felswände, und vergruben ptolemäische Münzen bereits im vorletzten Jahrhundert? War es bewusst arrangiert, dass der Pyramidenbezirk nicht öffentlich zugänglich ist, um Gerüchte weiter
zu schüren? Alles als Schwindel abzutun ist ebenso illegitim wie der bedingungslose Glaube daran.
Weitere Einzelfunde sind bei Crystalinks beschrieben.
Hermann E. Bossi.